Schlechter Zustand

Jugendliche beschweren sich über Bolzplatz in Medinghoven

Bolzplatz Medinghoven

Bolzplatz Medinghoven

Medinghoven. Jugendliche monieren den schlechten Zustand des Bolzplatzes. Er hat sich mittlerweile zu einem Treffpunkt entwickelt und wird gut angenommen. Aber da müsste noch einiges verbessert werden, sagen sie. Die Politik das ihre Forderungen aufgenommen.

Mehrfach beschwert haben sich Jugendliche über den miesen Zustand ihres Bolzplatzes in Medinghoven, der oberhalb des Spielhauses liegt. Den Erwachsenen war das noch gar nicht aufgefallen. Bei einer Begehung mit dem Jugendpfleger David Yuzva Clement hatten sie darauf hingewiesen, dass sie sich eigentlich gerne dort aufhalten. Einhellig monierten sie jedoch, dass die Ausstattung zu wünschen übrig lasse.

CDU und Grüne haben das Thema jetzt in der Bezirksvertretung aufgegriffen. In einem Antrag fordern sie, dass die Verwaltung den baulichen Zustand überprüfen und Verbesserungen vorschlagen soll. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Die Jugendlichen finden gut, dass der Platz für Ballspiele und andere Sportarten geeignet ist. Allerdings gebe es nur ein Fußballtor. Die Nutzer behelfen sich mit einer Zugangstür als zweitem Tor. Nicht optimal finden sie außerdem den viel zu harten Bodenbelag.

Platz ist abschüssig

„Da kann man mehr draus machen“, begründete CDU-Stadtverordneter Bert Moll den Antrag. Dieser Bolzplatz sei ebenso wichtig wie der neue Kunstrasenplatz für den FC Hardtberg. Dem konnte Jugendpfleger Clement nur zustimmen. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass der Bolzplatz abschüssig sei und die Bälle den Hang hinunterrollen. Er appellierte an die Politiker, den jungen Leuten ein positives Ergebnis zu übermitteln und dabei „mit einer Stimme“ zu sprechen.

Zudem hat er vor, mit dem FC Hardtberg Gespräche zu führen, ob nicht die jungen Leute auch den Kunstrasenplatz und das Kleinspielfeld nutzen könnten. 2014 wurde der Bolzplatz laut Auskunft der Verwaltung nach einer Nutzerbefragung „aufgewertet“. Damals habe die Stadt 200.000 Euro investiert. Seitens der Verwaltung würde von einem weiteren Ausbau abgeraten, „weil die Fläche es von der Topographie nicht hergibt“. Der abschüssige Platz ist als Rund gestaltet. Dem ist wohl auch geschuldet, dass es kein zweites Fußballtor gibt. Das Auslegen von Dämmmaterial aus Kunststoff sei zu teuer.

David Yuzva Clement machte darauf aufmerksam, dass diese Argumente unbedingt auch mit den Jugendlichen besprochen werden müssten. Er verwies auf den Bolzplatz am TÜV-Gelände, der große Löcher habe und kaum bespielbar sei. Sein Appell:„Wir müssen an diese Themen kreativer herangehen. Schon gar nicht wollen die Jugendlichen mit bürokratischen Einwänden vertröstet werden.“