Wegen Echo für Kollegah und Farid Bang

Niedecken kritisiert Echo-Veranstalter

Klaus Voormann (l) wurde für sein Lebenswerk geehrt. Mit Laudator Wolfgang Niedecken performt er den Klassiker "Mighty Quinn".

Klaus Voormann (l) wurde für sein Lebenswerk geehrt. Mit Laudator Wolfgang Niedecken performt er den Klassiker "Mighty Quinn".

16.04.2018 Köln. Rocksänger Wolfgang Niedecken (67) richtet scharfe Vorwürfe an die Echo-Veranstalter. Man habe ihn und Klaus Voormann bei der Verleihung der Musikpreise „ganz einfach ins Messer laufen lassen“, schrieb der BAP-Musiker am Montag auf Facebook.

Niedecken hatte bei der Echo-Verleihung am vergangenen Donnerstag den Preis für das Lebenswerk an Musiker und Grafiker Klaus Voormann (79) überreicht.

Voormann gab aus Protest über die Würdigung der Rapper Kollegah und Farid Bang mit einem Echo am Montag seine eigene Trophäe zurück. Die Rapper stehen wegen Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow“ in der Kritik.

Niedecken schrieb, er habe die Texte nicht gekannt. „Beim vorletzten Show-Act wurden wir dann mit der menschenverachtenden Brutalität der beiden Schein-Musikanten konfrontiert, allerdings ohne irgendetwas von deren Gebrabbel zu verstehen. Textverständlichkeit: Fehlanzeige. Und dann standen auch schon unsere beiden Gitarren auf der Bühne und ich musste blitzartig entscheiden, wie ich mich adäquat verhalten sollte.“

  (dpa)