Fusionsgespräche

DRK Königswinter und Bad Honnef planen Zusammenschluss

Rund 150 Aktive hat der DRK-Ortsverein Bad Honnef. (Archivfoto)

Rund 150 Aktive hat der DRK-Ortsverein Bad Honnef. (Archivfoto)

Siebengebirge. Am Mittwoch sollen die Bad Honnefer Rotkreuz-Mitglieder über Fusionsgespräche mit dem Ortsverein Königswinter entscheiden. Der kleinere Königswinterer Ortsverein stellte schon Ende 2017 die Weichen in diese Richtung.

Kräfte bündeln und gemeinsam in die Zukunft blicken: Um dieses Ziel geht es in den kommenden Wochen bei den Ortsvereinen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bad Honnef und Königswinter. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Bad Honnefer an diesem Mittwoch über die Aufnahme von Gesprächen mit den Kollegen aus Königswinter entscheiden. Ziel ist es, beide Ortsvereine zusammenzuschließen.

Die Idee sei nicht neu, so Jens Koelzer vom DRK Bad Honnef. „Den Königswinterern macht seit Jahren der demografische Wandel zu schaffen“, sagt er. „Es fehlt vor allem an jungen Leuten, die bei den Aktiven nachwachsen.“

Auf ihrer Mitgliederversammlung Ende 2017 hatten die Königswinterer bereits die Weichen für Gespräche mit der Nachbarstadt gestellt, wie Gertrud Fuchs vom DRK Königswinter bestätigte. Der Königswinterer Ortsverein, der seit rund 95 Jahren besteht, zählt nach eigenen Angaben rund 500 Mitglieder – davon 30 Aktive – und engagiert sich unter anderem im Sanitäts- und Blutspendedienst sowie im Katastrophenschutz.

Honnefer Ortsverein hat fünfmal so viele Aktive

Besser aufgestellt mit Blick auf die Mitgliederzahlen sind die Kollegen in Bad Honnef mit mehr als 700 Mitgliedern, darunter sind rund 150 Männer und Frauen in der Bereitschaft, im Blutspendedienst und im Jugendrotkreuz ehrenamtlich tätig. „Wir arbeiten schon jetzt an manchen Stellen zusammen“, sagt Koelzer. „Mit einem Zusammenschluss könnten wir weitere Synergieeffekte und damit ein stärkeres DRK schaffen.“

Gespräche zwischen beiden Ortsvereinen habe es bereits gegeben, so Koelzer, um „einen Grundrahmen abzustecken“. Sollten die Bad Honnefer am Mittwoch grünes Licht geben, werde man bis zur nächsten Sitzung des DRK-Kreisvorstands im Juni ein Grundgerüst für den Zusammenschluss erarbeiten und dort zur Abstimmung vorlegen.

Klar sei etwa, dass beide Städtenamen in dem dann neu zu gründenden Verein enthalten sein sollen. „Aber auch das Siebengebirge soll vorkommen“, so Koelzer. „Es ist schließlich unser Merkmal.“ Bei der Frage des zeitlichen Rahmens ist der Bad Honnefer vorsichtig: „Es müssten zwei Vereine zusammengeführt werden, und da gibt es einiges zu beachten.“ Als Stichtag denkbar wäre für ihn der 31. Dezember 2018.

Die Mitgliederversammlung findet am Mittwoch, 18. April, ab 19 Uhr im DRK Zentrum Bad Honnef statt.