Stadtentwicklung

Bonner Straße in Meckenheim wird umgestaltet

Für rund 1,5 Millionen Euro soll die Bonner Straße im Meckenheimer Zentrum modernisiert und attraktiver gestaltet werden. Nach den Plänen der Stadt sollen die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten in den beiden kommenden Jahren durchgeführt werden.

Für rund 1,5 Millionen Euro soll die Bonner Straße im Meckenheimer Zentrum modernisiert und attraktiver gestaltet werden. Nach den Plänen der Stadt sollen die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten in den beiden kommenden Jahren durchgeführt werden.

MECKENHEIM. Anwohner freuen sich auf Verkehrsberuhigung. Bäume und Parksituation bereiten ihnen Sorgen. Die Umgestaltung soll voraussichtlich 1,5 Millionen Euro kosten.

Ihre Vorfreude auf die Verkehrsberuhigung, aber auch Bedenken wegen der zusätzlichen Bäume, der engeren Durchfahrten und der zukünftigen Parksituation haben die Anwohner der Altstadt bei einer Bürgerinformationsveranstaltung zur Umgestaltung der Bonner Straße am Mittwoch im Ratssaal zum Ausdruck gebracht.

Bis zur Neugestaltung der Meckenheimer Hauptstraße war die Hauptverkehrsstraße, die von Norden in die Altstadt führt, Landesstraße. Nun ist sie Gemeindestraße. Das soll sich auch in ihrem Erscheinungsbild widerspiegeln. Wie die Straße nach ihrem Umbau aussehen könnte, haben Bürgermeister Bert Spilles, Planer Uli Wildschütz vom Aachener Architekturbüro RaumPlan, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Stefan Witzler vom Ingenieurbüro Berthold Becker dargelegt.

„Es ist uns wichtig, Sie bei dieser Maßnahme mitzunehmen. Sie sollen wissen, was passiert, warum es notwendig ist und was auf die Anwohner zukommt“, sagte Spilles bei der Begrüßung der etwa 40 anwesenden Bürger. Die neue Gestaltung der Bonner Straße sei ein Teil des Integrierten Handlungskonzeptes Altstadt, dessen Umsetzung auch öffentlich gefördert werde. Die Neugestaltung der Bonner Straße als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Erftverband sei gerade jetzt sinnvoll, weil der Kanal erneuert werden müsse, so der Technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt.

Mehr Grünfläche

Ziel der Maßnahme sei vor allem die Verkehrsberuhigung der Straße durch Abschnittsbildungen mithilfe von Querungen, erläuterte Wildschütz. Zum Gestaltungskonzept gehöre das Parken unter Bäumen. Meckenheim sei fahrradfreundliche Stadt, daher solle es beidseitig Fahrradschutzstreifen geben. Zudem könne zukünftig eine attraktive Wohnbebauung südlich der Bonner Straße erfolgen, wie sie im Bereich des Kurfürstenquartiers schon realisiert sei. Fünf mögliche Gestaltungsvarianten stellte Wildschütz vor.

Die favorisierte neue Variante 4 b ist nach der Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss im März auf Basis der Politikeranregungen entwickelt worden. Sie sieht unter anderem eine Querung nahe der Einmündung der Mühlenstraße in Höhe der Friedhofstrauerhalle und das Parken unter Bäumen an der nördlichen Seite der Straße vor und bietet nach einem eventuellen Ankauf von Privatflächen die Option, weitere Stellplätze mit Bäumen an der südlichen Seite bei einer späteren Wohnbebauung zu realisieren.

„Wir wären für ein Konzept zur Verkehrsberuhigung sehr dankbar. Wir wohnen in sehr schönen Häusern, aber der Lärm ist unerträglich“, erklärte eine Bewohnerin des Kurfürstenquartiers. Weil eine spätere Wohnbebauung auf dem Areal seiner Tankstelle geplant sei, habe er Angst um seine Existenz und um die Arbeitsplätze, sagte der Betreiber. „Was auf der Fläche passiert, entscheidet allein der Eigentümer – wir stellen nur Überlegungen an, welches Potenzial sie aufweist“, beruhigte Witt den Bürger.

Kosten werden zum Teil auf die Bürger umgelegt

Bei den vorgesehenen Bäumen handele es sich um „stadtangepasste Bäume“, schlanke Säulenhainbuchen, die in ein Metallkorsett gepflanzt würden, entgegneten Spilles, Witt und Wildschütz Anwohnern, die Bedenken wegen des vielen Laubs im Herbst und der Wurzelbildung hatten. Dass trotz der Maßnahmen kein Rückgang des Verkehrsaufkommens, sondern zunächst nur eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erwarten sei und dass voraussichtlich erst mit der nördlichen Umgehungsstraße weniger Fahrzeuge die Bonner Straße frequentieren werden, darauf wies Witt hin.

Da es sich bei der Bonner Straße um eine Hauptverkehrsstraße handele, würden nur zehn Prozent der Kosten am Straßenausbau und 50 Prozent der Kosten für Gehweg und Parkstreifen auf die Bürger umgelegt, erklärte Witt. Zurzeit ist die Baumaßnahme mit 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Etwa 900 000 Euro sind für die Straße und 600 000 Euro für Bürgersteige und Parkflächen vorgesehen. Der Ausbau der Bonner Straße wird voraussichtlich in den Jahren 2019 und 2020 in mehreren Bauabschnitten erfolgen.